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Internistengesellschaft

Die Saarländisch-Pfälzische Internistengesellschaft e. V (SPIG) wurde im März 1956 unter dem Namen Saarländisch-Pfälzische Internisten-Vereinigung in Saarbrücken gegründet.

Die Gründer der Gesellschaft waren Prof. Dr. von Boros, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Bürgerhospital Saarbrücken, Prof. Dr. Doenecke, Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Homburg/Saar, Prof. Dr. Hochrein, Chefarzt der Medizinischen Klinik des Städtischen Krankenhauses Ludwigshafen und Prof. Dr. Parade, Chefarzt der Inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses Neustadt/Weinstraße.

Die ersten Überlegungen zur Gründung einer medizinischen Fachgesellschaft reichten bis in das Jahr 1954 zurück. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges bestand bei den Ärzten verständlicherweise der Wunsch, den aktuellen Stand der Medizin zu erfahren, denn die Kriegs- und die frühe Nachkriegszeit hatten es ihnen weitgehend unmöglich gemacht, die Fortschritte der Medizin kennenzulernen und deren Anwendung zu realisieren. Dazu kam, dass das Saarland damals noch von der Bundesrepublik Deutschland politisch abgetrennt war, was die Kontakte über die störenden Grenzen erschwerte. Gerade auf dem Gebiet der Medizin erschien es erfolgversprechend und lohnend, über diese Grenzen hinweg fachliche Kontakte zu den Ärzten des Saarlandes und der angrenzenden Pfalz in Form einer gemeinsamen Vereinigung bzw. Gesellschaft herzustellen. Sie wandte sich in erster Linie an die praktischen Ärzte und Internisten. Es sollten auf jährlichen Kongressen neue Erkenntnisse und medizinische Erfahrungen zum Wohle der Patienten übermittelt und ausgetauscht werden.  Nach dem Wunsche der Gründer wurde auf die Praxisbezogenheit der Kongressthemen größter Wert gelegt. Die Gesellschaft hatte auch frühzeitig die Bedeutung einer positiven Zusammenarbeit zwischen Ärzten und der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie erkannt.  Sie fördert die Aussprache zwischen den Ärzten und den wissenschaftlichen Mitarbeitern dieser Industrie durch eine große Industrieausstellung, die jeder Jahrestagung angegliedert ist. 36 Jahre lang war die Schwaben-Werbung, Bad Dürkheim für die Organisation der Kongresse zuständig, seit 1993 wird diese Aufgabe von der HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH, Karlsruhe wahrgenommen. Die Kongresse der SPIG dienten von Anfang an auch der Neuanknüpfung persönlicher Beziehungen und der Vertiefung vorhandener Kontakte zwischen den Ärzten aus der Pfalz und von der Saar sowie der benachbarten Gebiete. Dies verlieh den Jahrestagungen neben dem anerkannt hohen wissenschaftlichen Niveau von jeher eine zusätzliche "familiäre" Note, welche nicht unwesentlich zur Beliebtheit der Kongresse beiträgt.

Der erste Kongress wurde 1957 in Bad Dürkheim abgehalten, der zweite folgte 1958 in Saarbrücken. Nachfolgend trafen sich die saarländisch-pfälzischen Internisten bis 1980 alljährlich im Frühjahr im Pfälzer Weinland in Bad Dürkheim. Der 25. Jubiläums-Kongress führte die SPIG zurück nach Saarbrücken. 10 Jahre lang wechselten sich die Tagungsorte an der Saar und in der Pfalz in regelmäßigem Turnus ab. Seit 1992 lebte die Bad Dürkheimer Tradition auf und wurde wieder zu einer festen Größe im Terminkalender der Internisten in der Region und darüber hinaus. Seit 1997 ist Saarbrücken wieder Tagungsort.

Die Saarländisch-Pfälzische Internistengesellschaft vereint die ärztlichen Kollegen in der Niederlassung und im Krankenhaus; sie wendet sich an alle, die miteinander und voneinander lernen möchten.  Die Fortbildungskongresse der SPIG haben Jahr für Jahr den aktuellen Wissensstand auf dem Gebiet der Inneren Medizin an die in Praxis und Klinik tätigen Ärzte vermittelt. Medizinischer Fortschritt kann nur durch permanente Fortbildung der Ärzte an ihre Patienten weitergegeben werden. Der ständige Mitgliederzuwachs in den letzten Jahren bestätigt das Konzept der Gesellschaft. Die SPIG wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle in der saarländisch-pfälzischen Medizin spielen.